Iran: Berührungspunkte

Künstlerische Interpretationen eines Landes aus 1001 Bildern

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Eröffnung: Dienstag, 5.11.2019, 18.30 Uhr 
Ausstellung: 6.11.-22.11.2019, Mo-Fr 16:00-19:00
 
Im heurigen Jahr jährt sich die so genannte „Islamische Revolution“ im Iran zum 40. Mal. Die gezeigten Foto- und Videoarbeiten nähern sich dieser jüngeren Geschichte des Irans über persönliche und zum Teil sehr biografische Zugänge iranischer KünstlerInnen an, die aktuell im Iran, in Australien und den USA leben und zum Teil erst nach 1979 geboren wurden.
Immer wieder finden sich in diesen Arbeiten konkrete Bezüge auf die „große“ Geschichte, vor allem hinsichtlich der Auswirkungen der „Islamischen Revolution“ 1979 und des Iran-Irak-Krieges 1980-1988 auf das öffentliche und private Leben im Iran. 
Neben Neuinterpretationen öffentlicher Medien und Images dienen den Künstlerinnen private Archive und Familienfotoalben als Ausgangspunkt. 
Ergänzt werden diese Innensichten iranischer KünstlerInnen durch eine Außensicht auf ein Land, das mit seinen 1001 Facetten, Images und Betrachtungspunkten widersprüchlicher nicht sein könnte.       

Mit Arbeiten von: Nazli Abbaspour, Fatemeh Baigmoradi, Naghmeh Ghasemlou, GRAM, Kati Javan, Mehrdad Mirzaie, 
Kuratiert von:
Maryam Mohammadi und Joachim Hainzl

Vortrag: Donnerstag, 14. November 2019, 19.00 Uhr

Dr. Gerhard Schweizer: Iran, Drehscheibe zwischen Ost und West, im Spiegel aktueller Konflikte

Ort: ISOP, Dreihackengasse 2, 8020 Graz    

Der Iran ist seit zwei Jahrtausenden eine kulturelle und politische Drehscheibe. Aus westlicher Sicht wurde aus dem romantisch verklärten "Orient" das Feindbild eines radikalen Islams. Was daran ist Vorurteil? Wie sieht die Realität aus? Kulturwissenschaftler Dr. Gerhard Schweizer schildert in seinem Vortrag (mit Diskussion) die Ursachen gegenwärtiger Konflikte.